Mein Spiel mit dem Tod

„Was fasziniert uns am Tod so sehr, dass er [in Autoren-Werken] immer wieder thematisiert wird?“, fragen die Buchplauderer.


Auch in meinen Romanen sind Todes-fälle keine Seltenheit (wobei dort nur vereinzelt gemordet wird *g*); gelte ich deshalb als vom Tod fasziniert, wie die Fragenden unterstellen?

Die Antwort ist simpel:


Der Tod gehört zum Leben; Geschichten spiegeln das Leben.


Da der Tod DAS abschließende Ereignis eines Lebens ist und in seiner Tiefe schier unbegreifbar scheint, bereitet er vielen Menschen Angst. Angst wiede-rum, ist ein „Transportmittel“, mit dem Geschichten vorankommen.

Kaum ein bedeutendes Lebenser-eignis kann in Geschichten so viel-seitig genutzt werden wie der Tod.

Die flammenden Emotionen bei einer Geburt, Hochzeit oder neuen Liebe kennen viele Leser*innen aus eigener Erfahrung oder können sie nachempfinden, da solche Ereignisse gerne und intensiv mit anderen geteilt werden; ein Todesfall fordert diesbezüglich heraus.

„Aber viele Menschen hatten schon mal einen Todesfall zu beklagen!“, höre ich Sie jetzt argumentieren.

Das ist richtig. Doch wie viele Menschen kennen Sie, die bei einer Geburt, Hochzeit oder Liebe – um bei obigen Beispielen zu bleiben – glücklich waren, gelacht und gescherzt haben; wie viele reagierten teilnahmslos, wütend oder aggressiv?!

Durch seine unterschiedlichen Ausprägungen (Unfall, Krankheit, Mord, Suizid und das diffuse „Danach“) bietet der Tod ein Fundus an den verschiedensten Emotionen – und Autoren eine bunte Auswahl an Genres (Schicksal, Horror, Krimi, Thriller, Komödie, Sachbuch).

Ich sehe die Bedeutsamkeit des Todes als Aufforderung, mich mit dem Thema aus-einanderzusetzen, und ich lade meine Leser*innen ein, sich in Begleitung meiner Charaktere so dem Unbekannten und Unvermeidbaren zu nähern.

www.danielamfiebig.de

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