2020 zwanzigzwanzig

Aktualisiert: Jan 29

Anthologie mit Beiträgen aus einem schweren Jahr


Die Idee schien einfach. Texte aus dem Jahr 2020 sammeln und in einem Band veröffentlichen. Doch beinahe wäre es nichts geworden. Weshalb?

Es gab einen Beitrag, der sich kritisch mit den Vorgängen um die Pandemie beschäftigte.

Aber nein, das ist nicht ganz richtig. Es gab nur eine Überschrift, die da lautete: Deutschland 2020;

Wie Politik und Medien die Menschenrechte abschafften. Impressionen einer Zeitzeugin!

Also noch einmal zur Verdeutlichung: Es gab nur diese Überschrift! Der Inhalt des Textes war den anderen Aspiranten der Anthologie nicht bekannt.

Dies führte dazu, dass sich zwei Autoren (unterschiedlichen Geschlechts) unter Empörung aus der Sammlung verabschiedeten. Zu toxisch! Damit wollen wir nichts zu tun haben. Mit "Denen" wollen wir nicht in einem Band erscheinen! Mit Rechtsfaschisten und Verschwörungstheoretikern haben wir nichts gemein.

Tja, - auch das ist eine Besonderheit dieses merkwürdigen Jahres 2020, dessen sympathische Jahreszahl so Positives erwarten ließ.

Die Angst ergreift die Großhirnrinde. Es ist Krieg. Die Alarmsirenen gehen. Wer sich nicht einreiht, läuft Gefahr liquidiert zu werden. In Deckung hinter der Maske.

Mir bereitet dies ein ungutes Gefühl und genau das war es wohl auch, was die Autorin mit ihrem Essay ausdrücken wollte.

Sie zog ihn dann entgegen meiner Bitte zurück, weil sie andere nicht in Mitleidenschaft ziehen und für das Scheitern der Anthologie verantwortlich sein wollte.

Wie traurig ist das denn?

Die Anthologie ist dann dennoch erschienen und nein: Es ist keine Corona-Anthologie, was auch nie geplant war, sondern eine lesenswerte Zusammenstellung ganz verschiedener Text, Poeme, Gedichte und Kurzgeschichten. So vielfältig wie das Leben selbst und vielfältiger als die Einfältigen, die sich aus Sorge vor gesellschaftlicher Infektion in die Hose gemacht haben und das Weite suchten.


Der Band "2020 zwanzigzwanzig" ist im epubli Verlag unter der ISBN Nummer ISBN 978-3-753151-45-8 erschienen und kostet 10,99.- €






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